Hausgemeinschaften

HAUSGEMEINSCHAFTEN – DAS BESONDERE KONZEPT

“Hausgemeinschaften bilden den Alltag ab, sollen Identifikation zulassen und ein Wohlgefühl für den einzelnen Bewohner ausstrahlen“ (Hans-Peter Winter, KDA Köln).

Das Konzept unserer Einrichtung orientiert sich an dem sogenannten Hausgemeinschaftsmodell – dieses Konzept wird vom „Kuratorium deutsche Altenhilfe (KDA)“ als besonders geeignete Lebensform für an Demenz erkrankten Menschen betrachtet. Anders als in „klassischen“ Einrichtungen der Altenpflege, leben unsere Bewohner nicht auf unterschiedlichen Wohnbereichen oder auf Stationen, sondern in Hausgemeinschaften zusammen, und teilen dort ihr Leben. Mehr über unser Konzept erfahren Sie hier.

NEUN HAUSGEMEINSCHAFTEN
Unsere Einrichtung besteht aus neun Hausgemeinschaften, in denen acht bis dreizehn Bewohner gemeinsam leben und hier von unseren Mitarbeitenden betreut und umsorgt werden. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Bewohnern unserer Einrichtung einen Alltag zu gestalten, der sich an dem früheren Leben der Seniorinnen und Senioren orientiert. Dazu gehört auch, dass der regelmäßige Besuch der Angehörigen gewünscht und nahezu ständig möglich ist – feste Besuchszeiten gibt es bei uns nicht.

GEWOHNTES NICHT AUFGEBEN
Über die Jahre liebgewonnene Gewohnheiten, wie im Morgenmantel zu frühstücken, die Zeitung zu lesen, einen Mittagsschlaf auf dem Sofa zu machen oder am Abend lange aufzubleiben, sind bei uns selbstverständlich. Außerdem nehmen die Bewohner aktiv an gewohnten Alltagstätigkeiten in den Hausgemeinschaften teil. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden bereiten sie u.a. die Mahlzeiten vor, decken den Tisch und spülen ab, waschen, bügeln und falten die Wäsche, wischen Staub und helfen beim saubermachen. Ausflüge und mehrtägige Urlaubsfahrten, Feste und Feiern, der Besuch des Wochenmarktes und das Café unserer Einrichtung sorgen für Normalität und werden von unseren Bewohnern gern genutzt.

 

ALT VERTRAUTES UND NEU ERLERNTES
Zum Krankheitsbild der Demenz gehört, dass früh Gelerntes und Eingeübtes oft sehr präsent ist. Aus diesem Grund ist es für uns wichtig, an diesen Dingen individuell anzuknüpfen – z.B. durch Gedächtnistraining und Biographiearbeit – aber auch neue Dinge und Tätigkeiten bewusst anzubieten. Beides – vertrautes und neu erlerntes – wirkt sinnstiftend und regt die Bewohner unserer Einrichtung auch bei fortgeschrittener Demenz und hoher Pflegebedürftigkeit spürbar positiv an. Die Mitarbeitenden unserer Einrichtung, die bei ihrer Arbeit von ehrenamtlichen Mitarbeitenden unterstützt werden, sehen sich in ihrer täglichen Arbeit vor allem als Assistenten der Bewohnerinnen
und Bewohner.

WOHNKÜCHE IST DER MITTELPUNKT
gemeinsamZu jeder Hausgemeinschaft gehört eine große Wohnküche, in der sich das tägliche Leben abspielt und den zentralen Mittel- und Treffpunkt der Hausgemeinschaften bildet. Durch die zentrale Lage sparen wir kostbare Zeit für Hol- und Bringdienste – diese Zeit steht unseren Mitarbeitenden dann für die Einzelbetreuung der Bewohner zur Verfügung, die das Bett nicht mehr verlassen können und eine besonders intensive Zuwendung benötigen. In den Wohnküchen wird gekocht und gegessen, der soziale Dienst unserer Einrichtung führt Beschäftigungs- und Bewegungsangebote durch und die Pfarrer der örtlichen Kirchengemeinden feiern hier mit den Bewohnern Gottesdienste. Bewohner, die aufgrund ihrer Erkrankung das Bett nicht verlassen können, nehmen am alltäglichen Leben teil, in dem sie mit ihrem Bett in die Wohnküche gefahren werden. Bei schönem Wetter lädt die barrierefreie Terrasse, die zu jeder Hausgemeinschaft gehört, zum genießen der guten Luft des Sauerlands ein.

RÜCKZUGSMÖGLICHKEITEN UND FRISCHE LUFT
haseEine Rückzugsmöglichkeit für unsere Bewohner bietet – neben geräumigen Einzelzimmern, die selbstverständlich mit eigenen Möbeln ausgestattet werden können – der große Garten unserer Einrichtung. Neben Bänken, die zum Ausruhen unter freien Himmel einladen, können hier Hühner gefüttert oder die Nachbarn aus den anderen Hausgemeinschaften besucht werden – außerdem lädt das weitläufige Grundstück und die naturnahe Lage unserer Einrichtung zu dem ein oder anderen Spaziergang ein.